Hat das Ehrenamt in Coronazeiten Zukunft?

LAbg. Christoph Thoma und LTVP Monika Vonier haben eine Landtagsanfrage an Landeshauptmann Markus Wallner eingebracht.

 
Das Ehrenamt steht in Vorarlberg seit Jahrzehnten für gelebte Solidarität. Es gibt eine große Bandbreite an gesellschaftlichen Herausforderungen, welche ohne ehrenamtliches oder freiwilliges Engagement nicht funktionieren würden. „Sport, Jugendarbeit, Kultur, Integration, Pflege und die vielfältigen sozialen Netzwerke, insbesondere das hervorragende Vorarlberger Netz an Sicherheitsorganisationen bauen auf dem Fundament der Freiwilligkeit auf und sind ohne dieses nicht denkbar“, berichtet VP-Landtagsabgeordneter Christoph Thoma.  
 
In einer Landtagsanfrage an Landeshauptmann Markus Wallner beleuchten er und Landtagsvizepräsidentin Monika Vonier die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf die Vereinstätigkeit in Vorarlberg und werfen einen Blick in die Zukunft des Ehrenamts nach Ende der Pandemie:  „Die zahlreichen Einschränkungen auf Grund der Sicherheitsbestimmungen haben ihre Spuren hinterlassen. Keine Probentätigkeit, keine oder stark eingeschränkte Trainingsmöglichkeiten im Sport, erschwerte Bedingungen im sozialen Bereich. Gerade das Herzstück der ehrenamtlichen Tätigkeit, der persönliche Austausch wurde massiv eingeschränkt oder weitgehend in den virtuellen Bereich verlegt“, erläutert Monika Vonier die unmittelbaren Auswirkungen der Gesundheitskrise auf das Ehrenamt.
 
Beide Abgeordnete sind sich einig, dass von Seiten der Politik die bestmögliche Unterstützung für den Re-Start des Vereinslebens und in den Institutionen nach dem Ende der Pandemie gegeben sein muss:  „Von Bund, Land und Gemeinden ist gerade im finanziellen Bereich bereits viel an Hilfestellung geleistet worden. In Zukunft müssen wir vor allem ein Auge auf die jungen Menschen in den Vereinen und Institutionen haben. Für diese war es in den vergangenen Monaten besonders schwierig, im Kontakt mit ihren Vereinen zu bleiben. Das gilt vor allem für den Sport, aber auch im kulturellen Bereich ist die Nachwuchsförderung großteils stillgestanden. Hier braucht es auch die öffentliche Unterstützung durch Land und Gemeinden, um die jungen Menschen wieder für Ehrenamt und Vereinsleben zu begeistern“, sind sich Thoma und Vonier einig.
 
Einen positiven Aspekt der Pandemie ist aus Sicht der beiden Abgeordneten die verstärkte digitale Vernetzung vieler ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: „Auf virtueller Ebene ist man enger zusammengerückt. Das ist jetzt eine gute Basis, um das ‚normale‘ Vereinsleben wieder auf eine breite Basis zu stellen“, so Christoph Thoma abschließend.   

Foto: mauche.eu


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