Gewalt gegen Frauen hat in unserer Gesellschaft keinen Platz!

VP-Frauen starten Initiative zum Schutz der Frauen


Am 25. November, dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, starten auch dieses Jahr wieder die „16 Tage gegen Gewalt“. Bis 10. Dezember, dem internationalen Tag der Menschenrechte, machen Fraueninitiativen weltweit auf das Recht auf ein gewaltfreies Leben aufmerksam.

„Gewalt gegen Frauen und Kinder darf in unserer Gesellschaft keinen Platz haben. Jeder einzelne Gewaltakt ist einer zu viel! Daher ist es ganz wichtig, dass Gewaltschutz und -prävention weiterhin gestärkt und Beratungs- und Hilfsangebote verbessert werden. Die Corona-Pandemie hat diese Notwendigkeit einmal mehr verdeutlicht. Ängste, Überforderung, räumliche Beengtheit, mangelnde soziale Kontakte, Sorge um den Arbeitsplatz und finanzielle Probleme führen vermehrt zu familiären Spannungen und erhöhen das Risiko für Frauen und Kinder, Opfer von häuslicher Gewalt zu werden. Daher müssen wir betroffene Frauen dazu ermutigen, sich zu melden und Hilfe in Anspruch zu nehmen“, sagt Gabriele Graf, Frauensprecherin der Vorarlberger Volkspartei.

VP-Frauen setzen Zeichen

Mit einer Reihe von Online-Initiativen im Stil der „Orange The World“-Kampagne werden die ÖVP-Frauen in den kommenden 16 Tagen auf die Situation von Gewalt bedrohter Frauen aufmerksam machen: „Laut Schätzungen ist – bereits unter normalen Bedingungen – jede fünfte Frau in Österreich einmal in ihrem Leben von physischer oder psychischer Gewalt betroffen. Die aktuelle Ausnahmesituation erhöht das Gefahrenpotenzial noch einmal“, erläutert Graf die Motivation für die Initiative. „Unser Ziel ist es, das Ausmaß und die verschiedenen Ausprägungen von Gewalt gegen Frauen – auf physischer, sexueller, psychischer, ökonomischer oder sozialer Ebene – zu thematisieren und die Gesellschaft für dieses Problem stärker zu sensibilisieren“, so die VP-Frauensprecherin.

Zwei von drei Übergriffen gegen Frauen geschehen in der Familie und im nahen sozialen Umfeld durch Ehemänner, Lebensgefährten, Väter und Stiefväter. 80 Prozent der Gewalttaten sind strukturell bedingt. Sehr oft sind Abhängigkeiten mit im Spiel. Es handelt sich um ein Problem, das alle sozialen Schichten der Gesellschaft betrifft. „Ganz wichtig ist, von Gewalt betroffene Frauen darin zu bestärken, dass das, was ihnen widerfahren ist oder widerfährt, nicht selbstverschuldet ist. Dass es ein Unrecht und strafrechtlicher Tatbestand ist. Und dass es einen Ausweg aus der vermeintlich aussichtslosen Situation gibt. Frauen in Österreich sollen wissen: Die Gesellschaft schaut nicht weg. Im Ernstfall gibt es rasche und unbürokratische Hilfe. Die Täter werden zur Rechenschaft gezogen“, betont Gabriele Graf abschließend.


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