Einsamkeit macht krank!

Ältere Menschen brauchen auch in Zeiten der Pandemie regelmäßige Gespräche

Gemeinschaft ist eine Grundlage des Lebens. Wir verbringen 80 Prozent unserer wachen Zeit mit anderen Menschen. Unerwünschtes Alleinsein schmerzt. In Österreich haben insbesondere ältere Menschen Angst, zu vereinsamen. Umfragen zeigen, dass die Hälfte der 60- bis 69-Jährigen befürchten, am Lebensende zu wenige Freunde und Bekannte zu haben. Zwei Drittel der Österreicher haben Angst vor Einsamkeit.

Bedarf an Gesprächspartner steigt!

Dazu VP-Sozialsprecherin Heidi Schuster-Burda: „Zwei besonders kritische Lebensphasen, in der Gefühle und Symptome der sozialen Isolation und Einsamkeit in einer späteren Lebensphase vermehrt eintreten, sind der Übertritt vom Erwerbsleben ins Pensionsalter und der Verlust des Ehepartners oder Lebensgefährten.“ Derzeit findet der überwiegende Teil von Unterstützungs- und Versorgungsleistungen sowie die Einbindung der älteren Generation über die Familien statt. Verändert sich allerdings die Familienstruktur, kann das schwerwiegende Folgen für die älteren Menschen haben. Das Österreichische Roten Kreuz musste die Zahl seiner freiwilligen Helfer deutlich erhöhen, weil unter anderem im Besuchsdienst immer mehr Leute benötigt werden. "Der Bedarf älterer Leute nach Gesprächspartnern steigt", so die VP-Sozialsprecherin.

Corona macht noch einsamer

Die aktuelle Covid19-Pandemie treffe aber gerade die älteren Menschen unverhältnismäßig stark. Sie tragen einerseits ein erhöhtes Risiko, krank zu werden. Daher trifft sie andererseits, insbesondere wenn sie alleine wohnen, der Appell Kontakte zu minimieren und möglichst zu Hause zu bleiben, doppelt. Schuster-Burda: „Regelmäßige Gespräche und - wenn gesundheitliche Präventionsmaßnahmen dies verhindern – regelmäßiger Telefonkontakte, vermitteln aber die Gewissheit, dass man nicht allein ist.“

Regelmäßige Telefongespräche können helfen!

Gerade regelmäßige Telefonkontakte hätten einen nicht zu unterschätzenden Nutzen, vor allem bei Menschen, die kaum noch soziale Kontakte haben und sich oft schwer damit tun, Besuch in ihre Wohnung zu lassen. VP-Sozialsprecherin Heidi Schuster-Burda: „Am Telefon ist die Kontaktaufnahme einfach und hilft die die Einsamkeit und Isolation zu mindern. Wir alle tragen Verantwortung, auch und gerade für die Generation unserer Eltern und Großeltern. Es liegt daher auch an uns, soziale Isolation und Einsamkeit im Alter zu bekämpfen.“

Foto: mauche.eu


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