Positiver Fall an Schulen – neue Vorgehensweise in Vorarlberg

Keine Klassentestungen an den Volksschulen, Antigen-Test ab Sekundarstufe I, möglichst keine Absonderung ganzer Klassen

Die Landessanitätsdirektion ändert die Teststrategie an elementarpädagogischen Einrichtungen und Schulen in Vorarlberg. In Zukunft müssen in elementarpädagogischen Einrichtungen und Volksschulen nur die positiv getesteten Kinder daheimbleiben. Ihre KlassenkollegInnen können in den Einrichtungen bzw. der Schule bleiben und werden ganz normal unterrichtet. Bei den über zehnjährigen SchülerInnen werden auch die engen Kontaktpersonen in der Klasse abgesondert.

Im Zuge der letzten Aktualisierung des Erlasses des Gesundheitsministeriums haben die Gesundheitsbehörden vor Ort eine höhere Entscheidungskompetenz über die Veranlassung von weiteren Schritten nach Covid-Fällen in Bildungseinrichtungen erhalten. Aus Sicht der Landessanitätsdirektion zeigen die Erfahrungen seit dem Schulstart, dass Kinder unter zehn Jahren keine wesentlichen Infektionsüberträger sind, informiert Landesrätin Martina Rüscher: „Daher wird in dieser Altersgruppe auf eine Folgetestung ganzer Gruppen/Klassen verzichtet.“ Die zeitlichen Abläufe zeigen, dass bei der Altersgruppe über 10 Jahren bei einer anschließenden Gruppentestung die infizierten Kontaktpersonen großteils festgestellt werden können – Rüscher: „Durch den Einsatz von Antigen-Tests mit der unmittelbaren Ergebnisanzeige gibt es daher die Möglichkeit, auch in dieser Altersgruppe auf die weitere Absonderung ganzer Klassen zu verzichten.

Folgende Änderungen werden daher ab sofort umgesetzt:

- An den elementarpädagogischen Einrichtungen und Volksschulen wird es keine Klassentestungen mehr geben. Es werden nur noch jene Kinder getestet, bei denen Symptome auftreten. Die Eltern von symptomatischen Kindern sollen sich bei 1450 melden und eine Testung des Kindes in Röthis durchführen lassen.
- Ab der Sekundarstufe I werden bei einem positiven Fall weiterhin Klassentestungen durchgeführt. Ab sofort kommt hier der Antigen-Test zum Einsatz. Es handelt sich dabei ebenfalls um ein Abstrichverfahren (Nase und Rachen). Der Vorteil ist, dass keine Auswertung im Labor erforderlich ist und das Ergebnis bereits nach etwa 20 Minuten vorliegt. Weitere im Antigen-Test positive Fälle werden sofort abgesondert.
- Absonderungen ganzer Klassen soll es künftig nicht mehr geben. Bestehende Absonderungen bleiben hingegen aufrecht. Alle Personen, die im Rahmen einer Gruppentestung negativ getestet werden, können weiterhin in die Schule gehen. Nur jene mit einem positiven Ergebnis werden sofort für zehn Tage abgesondert. Ebenfalls abgesondert werden weiterhin der enge Kontakt wie z.B. Sitznachbar/in oder beste/r Freund/in


Generelle Vorgangsweise

1. Wird eine Schülerin/ein Schüler, eine Lehrperson oder sonstiges Schulpersonal positiv auf Covid-19 getestet, dann wird diese Person nach Vorgabe der Gesundheitsbehörde (Infektionsteam) sofort für zehn Tage abgesondert. Die Quarantäne gilt auch für alle Personen, die mit der positiv getesteten Person im selben Haushalt leben.
2. Das Infektionsteam informiert die positiv getestete Person bzw. deren Eltern und nimmt Kontakt zur Schulleitung auf.
3. Die Schulleitung informiert die Lehrpersonen, Schüler/innen bzw. Eltern der betreffenden Klasse über die weiteren Schritte.

Appell an die Lehrpersonen

„Um weitere Infektionsketten an Schulen sowie Absonderungen von Lehrpersonen möglichst zu vermeiden, möchten wir dringlich dazu raten, dass Kontakte innerhalb des Kollegiums (Konferenzzimmer, Besprechungen etc.) auf das nötigste Maß reduziert werden und das strikte Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes eingehalten wird“, appelliert Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink: „Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung des Unterrichtsbetriebs“.


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