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Was wäre Europa ohne die Frauen? Und umgekehrt.

Bei der Frauen.Enquete der Vorarlberger und Tiroler VP Frauen standen Europa-Themen im Mittelpunkt.

St. Anton am Arlberg. Bereits zum zweiten Mal organisierten die Vorarlberger und Tiroler Frauen der Volkspartei eine gemeinsame hochkarätige Tagung, bei der Information und Wissensvermittlung im Vordergrund stehen.

Im Mittelpunkt stand Europa

Bereits von Beginn an gaben Europa Themen den Ton an. Der Leiter des Tirol-Büros in Brüssel, Richard Seeber, informierte, wie in Europa Gesetze und Richtlinien entstehen und erzählte dabei auch, was hinter den Kulissen so alles passiert, z.B. wie aus einer einfachen EU-Richtlinie in der Ausführungsgesetzgebung der nationalen Vertreterinnen eine Pommes-Farbkarte entsteht. Martha Schultz, Vizepräsidentin der österreichischen Wirtschaftskammer und Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft, und auch in Europa als Vizepräsidentin von EUROCHAMBRES (Dachverband der Europäischen Industrie- und Handelskammern) sehr aktiv, erzählte von Wirtschaftsvertretungen in Europa, der Bedeutung des internationalen Handels und den Bemühungen, ein europäisches Frauen Netzwerke auf die Beine zu stellen.

Kandidatinnen der Volkspartei Standen Rede und Antwort

Othmar Karas eröffnete als Überraschungsgast die Tagung und die beiden SpitzenkandidatInnen, Barbara Thaler und Christian Zoll, standen Rede und Antwort. Das Publikum entschied über eine Onlineplattform, über welche Themen sie gerne mehr erfahren würden. Beide KandidatInnen meisterten diese Frage-Antwort-Stunde bestens und begeisterten die Anwesenden.

Diplomatie in Europa

Die erfahrene Diplomatin Gerlinde Manz-Christ, die über Jahrzehnte für Österreich und Liechtenstein in vielen diplomatischen Krise vermittelt hat, berichtete, wie Diplomatie zwischen Staaten und Politikerinnen funktioniert und welche Leitsätze man davon auch persönlich im Alltag anwenden kann. Mit Diplomatie zum Sieg - eine starke weibliche Eigenschaft. Den humorvollen Abschluss zum Thema Diplomatie in Europa brachte Lisbeth Bischoff: Sie erzählte, wie mehr oder weniger diplomatisch die Royals in Europa agieren und erzählte das eine oder andere Bonmots dazu, beispielsweise wie die Queen den Besuch von Donald Trump mit ihren Broschen sehr klar kommentierte.

Die Organisatorinnen waren sich am Ende der Veranstaltung einig: Die Frauen.Enquete geht auch 2020 weiter. „Es ist wichtig, dass sich Frauen zu wesentlichen tagespolitischen Themen informieren, darüber diskutieren, sich eine Meinung bilden und diese auch nach außen vertreten. Eine wesentliche Aufgabe der VP Frauenbewegung, der stärksten Frauenorganisation in unseren Ländern!“, sind sich die Landesleiterinnen Martina Rüscher aus Vorarlberg und Elisabeth Pfurtscheller aus Tirol einig.


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Vorarlberger Frauenbewegung zeichnet Pfanner-Miteigentümerin aus.
 
25.09.19, Lauterach. Über ein Unikat der Göttin Minerva, gestaltet vom Künstler Paul Renner, freute sich am Dienstag die Vorarlberger Unternehmerin Marie-Luise Dietrich. Die Frauenbewegung zeichnet damit jährlich eine Frau aus, die ihren eigenen Weg erfolgreich meistert und dabei andere Frauen besonders unterstützt.
 
Minerva ist die Römische Göttin der Weisheit, der Taktik und der Kunst und gilt als Hüterin des Wissens. Wahrlich verdient hat sich diese Auszeichnung Marie-Luise Dietrich. Nach dem Einstieg ins Familienunternehmen Pfanner hat sie sich rasch den Themen Marketing, Sponsoring, Events sowie interne und externe Kommunikation gewidmet. Im Unternehmen zeichnet sie für die „weibliche Handschrift“ verantwortlich: sei es, besondere Lösungen für MitarbeiterInnen zu ermöglichen oder im Haus die Geschichte in den Mittelpunkt zu stellen. Darüber hinaus begleitete sie als Mentorin zahlreiche UnternehmerInnen, insbesondere bei den Themen Führungsstil und Betriebsübergabe innerhalb von Familien. „Konzept, Kraft, Kreativität“ sowie „Persönlichkeit, Power und Profil“ sind Fähigkeiten und Eigenschaften, die eine erfolgreiche Unternehmerin nach Marie-Luise Dietrich haben sollte.
 
Bei der Veranstaltung Frauen.Zeit. richtet sie einen Appell an die zahlreichen anwesenden Gäste: „Achtet bei allem notwendigen Einsatz auch darauf, dass es euch und eurem Körper gut geht. Nur wenn man bei sich selbst achtsam ist, kann man es für andere sein. Auch, wenn das einmal ein „Nein“ zu einer neuen Aufgabe bedeutet.“
 
Martina Rüscher, Landesleiterin der Frauenbewegung, betonte bei der Überreichung besonders die enorme Unterstützung von Marie-Luise Dietrich für Veranstaltungen jeglicher Art. „Im Großen und Kleinen hilft Marie-Luise Dietrich insbesondere Frauenteams besonders engagiert und unkompliziert, sei es beim Vorarlberger Frauenlauf, bei der Welt-Gymnaestrada, als Fahnenpatin der Bürgermusik Lauterach und vielem mehr – und das auch, wenn der Erfolg noch unsicher ist. Marie-Luise sponsert aber nicht nur Produkte, sondern macht mit ihrer ruhigen Art jungen Unternehmerinnen Mut. Sie engagiert sich – oft ganz im Stillen – weit über das übliche Maß hinaus! Dafür möchten wir ihr heute Danke sagen!“, so Rüscher.

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Weltfrauentag 2019: Gleiche Chancen?
Warum es Frauenorganisationen auch heute noch braucht.


Am Podium:  Vzbgm. Heidi Schuster-Burda, Bezirksobfrau Bregenz | Stadträtin Angelika Benzer, Bezirksobfrau Dornbirn | Bundesrätin Martina Ess, Mitglied der Landesleitung | LTVP Martina Rüscher, Landesleiterin


Am 08. März findet der Weltfrauentag statt – ein passender Zeitpunkt für die Vorarlberger Frauenbewegung, um einen Blick auf Frauenrechte zu werfen. Gerade 2019 ist zudem ein besonderes Jahr, weil vor genau 100 Jahren die ersten acht Frauen in den Österreichischen Nationalrat eingezogen sind. Sie haben das aktive und passive Wahlrecht für Frauen durchgesetzt, einen wichtigen Meilenstein für alle Frauen.

Die Frage, ob es heute, 100 Jahre später, überhaupt noch eine Frauenbewegung braucht, beantworten wir mit einem klaren „Ja!“: Solange wir strukturelle Ungleichheiten in unserer Gesellschaft, in der Wirtschaft, in der Bildung, der Gesundheit oder in der Politik haben, die Frauen benachteiligen, solange braucht es Frauenorganisationen, die hier Lösungen erarbeiten und sich dafür stark machen. 

Das heißt für uns aber nicht, dass Frauen und Männer gleich werden müssen. Es heißt,

- dass wir die Unterschiede gleichberechtigt leben können

- dass die Aufgaben von Frauen und Männern gleich viel wert sind und

- dass Frauen und Männer frei wählen können, welchen Aufgaben sie sich in ihrem Leben widmen möchten und sowohl gesellschaftlich, aber auch finanziell dafür Wertschätzung erfahren.

Frauen und Männer sollen nicht nur gleiche Rechte, sondern auch die gleichen Chancen haben. Noch haben wir das nicht erreicht.

 

Gleiche Chancen für Frauen und Männer in der Politik:

Mitgestalten heißt mitbestimmen. Nur wenn Frauen mitreden, können ihre Zugänge entsprechend berücksichtigt werden. Dafür braucht es vor allem eines: Mut. Wer eine Situation ändern will und das aus vielen guten Gründen, der muss sich zu allererst selber ändern. Wir Frauen müssen heraus aus einer (möglicherweise) zugedachten Rolle. Wir Frauen können die Dinge, wenn wir das wollen, auch selber ändern. Es ist möglicherweise nicht so einfach und vielleicht auch unangenehm, sich gegen eine Mehrheit zu positionieren, oft auch gegen „selbstverständliche“ Gewohnheiten, besonders in diesem Fall lohnt es sich aber! 

In der Politik wird uns Frauen zu oft jene Rolle zugedacht, die wir auch im gesellschaftlichen Kontext – einnehmen, die Bereiche Familie, Soziales, Pflege sind quasi „gemacht“ für uns. Suchen und wählen wir doch bewusst auch andere Politikbereiche aus, wie Finanzen, Wirtschaft, Digitalisierung oder Sicherheit! Am internationalen Frauentag richten wir daher eine „dringende“ Einladung an die Frauen, sich mit Politik zu beschäftigen, das Angebot der Parteien zur Kandidatur anzunehmen, sich sichtbar und hörbar zu machen.

Die Vorarlberger Frauenbewegung bietet dafür ein attraktives Mentoringprogramm an. Frauen können langsam in die Politik einsteigen und eine Mentorin hilft bei allen Fragen. Und bis es soweit ist, helfen uns Quoten. Die Vorarlberger Volkspartei hat 2019 erstmals eine Regelung einzuhalten, dass auf allen wählbaren Plätzen 50 Prozent Frauen aufgestellt werden müssen, auf der Gesamtliste 40 Prozent Dies gibt talentierten, qualifizierten und motivierten Frauen gleiche Startchancen.

Und ebenfalls wichtig: es braucht mehr Solidarität für Frauen von Frauen.

 

Gleiche Chancen für Frauen und Männer am Arbeitsmarkt

Die Einkommensschere schließt sich zwar, aber viel zu langsam. Noch immer verdienen Frauen zwischen 10 und 13 Prozent weniger für gleiche Leistungen als Männer (bereinigt).

Derzeit sind Unternehmen ab 150 Mitarbeiter verpflichtet, alle zwei Jahre Einkommensberichte zu veröffentlichen. Diese müssen evaluiert, österreichweit zusammengeführt und noch besser kommuniziert werden – nicht alle Frauen wissen davon. Sie bringen aber bedeutende Vorteile z.B. bei Gehaltsverhandlungen.

Viele Mädchen entscheiden sich bei der Ausbildung für klassische – oft niedrig bezahlte – typisch weibliche Berufe. Weiterhin müssen wir jungen Menschen die Vielfalt der Berufe aufzeigen und sie auch für neue Richtungen begeistern. Wir benötigen aber auch höhere Löhne in niedrig bezahlten, aber wichtigen Berufsgruppen, wie beispielsweise in der Pflege, im Handel, in den Schulen, Kindergärten oder der Kinderbetreuung.

Und über allem braucht es ein selbstbewusstes Auftreten von Frauen – insbesondere bei Vorstellungsgesprächen und Gehaltsverhandlungen. Von Personalberatern wissen wir, dass sich Frauen sehr oft „unter Wert“ präsentieren – nur selten wird der Arbeitgeber von sich aus dann einen höheren Lohn anbieten. Also: Mut und Selbstbewusstsein stärken!

 

Gleiche Chancen für Frauen und Männer vor dem Gesetz

Grundsätzlich gilt das Recht für alle gleich. Aber vor allem in einem Bereich wissen wir, dass meist Frauen betroffen sind und die aktuellen rechtlichen Maßnahmen nicht ausreichen: im Gewaltschutz.

Wir fordern daher konkrete Maßnahmen gegen „Hass im Netz“, wie das digitale Vermummungsverbot, das derzeit diskutiert wird. Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein. Es braucht verbindliche Verpflichtungen für Sorgfalt und Verantwortung für Online-Plattformen.

Wesentlich ist für uns auch Präventionsarbeit, wie das Thema „Gewaltfreie Beziehung“ in die Lehrpläne in unseren Schulen aufzunehmen. Junge Menschen müssen lernen, Konflikte ohne Gewalt zu lösen.

Und ein weiterer wichtiger Baustein ist für uns Täterarbeit, denn diese ist ebenfalls ein wichtiger Opferschutz. Wenn Täter beispielsweise nach einer Wegweisung sofort begleitet werden und ihnen geholfen wird, ihre Aggression zu bewältigen, kann vieles verhindert werden.

 

Gleiche Chancen für Frauen und Männer in der Familie, der Kindererziehung und damit auch in der Pension:

Frauen erhalten rund 40 Prozent weniger Pension. Sehr oft ist dies mit einer langen Unterbrechung der Erwerbsarbeit begründet oder einer sehr langen Teilzeitbeschäftigung.

Wir brauchen daher eine gleichmäßige Aufteilung der Sorge- und Erwerbsarbeit zwischen Männern und Frauen. Das heißt, wir wünschen uns mehr Väterbeteiligung in der Kinderbetreuung. Die Diskussionen für einen Rechtsanspruch auf Papa-Monat begrüßen wir daher sehr, auch wenn es nur ein kleiner Baustein ist.

Weit bedeutender ist aus unserer Sicht das verpflichtende Pensionssplitting. Pensionsversicherungsbeiträge sollen nach einem Kind für einige Jahre automatisch auf die Pensionskonten der Mütter und Väter aufgeteilt werden. Freiwillig ist das bereits heute möglich, wird aber nicht wirklich in Anspruch genommen.

Es darf auch keine finanziellen oder beruflichen Nachteile durch Karenz geben. 24 Monate Karenz sollten daher in jedem Kollektivvertrag angerechnet werden.

Und es ist uns besonders wichtig, auf die Auswirkungen von langer Teilzeit-Arbeit hinzuweisen. Noch vor wenigen Jahren haben Frauenorganisationen für diese Möglichkeit gekämpft, heute sehen wir, dass lange Teilzeitarbeit oft in Pensionsarmut endet. Rund 70 Prozent der Frauen arbeiten heutzutage, davon aber rund die Hälfte in Teilzeit – bei den Männern sind es nur 12 Prozent. Teilzeit bedeutet niedrigeres Einkommen und damit auch eine kleinere Pension. Wir appellieren daher vor allem an die Eigenverantwortung von Frauen!  Frauen müssen ihr Leben eigenverantwortlich planen. Es spricht nichts dagegen, einige Jahre zugunsten der Kinderbetreuung in Teilzeit zu arbeite. Besonders schön wäre es, wenn sich Väter und Mütter dies aufteilen würden. Aber jede Frau sollte ihre Pension stets im Auge behalten und ihre Erwerbsarbeit danach ausrichten.

Das alles schaffen wir aber nicht alleine. Wir Frauen müssen uns organisieren und unsere Netzwerke stärken, echte Frauen-Power zeigen! Wir polarisieren dabei nicht zwischen Männern und Frauen, ganz im Gegenteil: Wir setzen uns gemeinsam für gleiche Chancen ein, viele Männer unterstützen uns auf diesem Weg und wünschen sich das auch. Denn uns allen ist klar: Unsere Gesellschaft besteht aus rund 52 Prozent Frauen und 48 Prozent Männern – nur gemeinsam können wir die Herausforderungen der Zukunft bewältigen. Wir alle müssen unsere Talente und Stärken dafür einsetzen, immer gerade dort, wo sie gerade gebraucht werden. Es kommt also auf jede Frau und jeden Mann an.

Den Weltfrauentag gibt es seit über 100 Jahren. Und wir brauchen ihn auch in Zukunft noch, um jährlich die Aktivitäten sichtbar zu machen und gemeinsam echte Lösungen voran zu treiben.

Wichtig ist uns dabei ein politischer Stil, der ein gemeinsames Arbeiten wirklich ermöglicht. Es ist auch Aufgabe von uns Frauen, einen respektvollen und wertschätzenden Umgang mit allen PolitikerInnen zu pflegen, auch wenn wir unterschiedliche Sichtweisen und Haltungen haben. Wir müssen zeigen, dass Politik auch anders geht – nur so werden wir junge Menschen motivieren, sich auch selbst politisch zu engagieren.

Ziel der Frauenbewegung ist, dass wir unsere Unterschiede gleichberechtigt leben können und wir alle unsere Talente und Stärken dort einbringen können, wo sie gerade gebraucht werden! Es ist noch viel zu tun – packen wir’s an!

 

Rückfragen:
LTVP Martina Rüscher
+43 664 2822455

 

Foto: (c) Daniel Mauche

Foto in HQ: https://we.tl/t-t1Ygn0IPeX 

Video: Statement Landesleiterin Martina Rüscher 


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#StarkeStimmen in der Vorarlberger Volkspartei

 

In der Volkspartei hat ein wertschätzendes Miteinander von Frauen und Männern Priorität. Gemeinsam wird täglich für ein zukunftsfittes Vorarlberg gearbeitet. Dafür braucht es starke Frauen in allen politischen Gremien – eine zentrale Aufgabe der Vorarlberger Frauenbewegung, einem der 6 Bünde der Volkspartei.

2019 stellen sich 34 Frauen und 35 Männer zur Landtagswahl – erstmals kommt unser neues Listensystem zur Anwendung: auf den vordersten Plätzen 50 % Frauen. 22 der 34 Frauen sind auch Mitglieder der Frauenbewegung. Bei der Nationalratswahl kandidiert Martina Ess wieder als Spitzenkandidatin auf der Landesliste.

Die vielseitigen Talente von Frauen werden aber nicht nur in der Politik gebraucht. Wir spüren in der Gesellschaft deutlich die Sehnsucht nach einem stärkeren Miteinander, nach sinnvollem Ehrenamt, nach einem bewussten Umgang mit unseren Ressourcen, nach altem Wissen in Küche, Haushalt und Nutzgarten, nach Regionalität und Saisonalität. In der Vorarlberger Frauenbewegung legen Frauen ihre Talente zusammen und engagieren sich zusätzlich zur Landesebene in 24 teils gemeindeübergreifenden Ortsgruppen.

Als Werbemittel hat sich die Frauenbewegung übrigens für einen nachhaltigen Obst- und Gemüsebeutel aus Baumwolle und recycelten PET-Flaschen entschieden – waschbar und „Immer wieder im Einsatz“! Die beste Alternative zum Einweg-Plastiksackerl.

In diesem Sinne sind wir zutiefst davon überzeugt, dass die Frauenbewegung künftig eine immer wichtigere Rolle auf allen Ebenen einnimmt – unsere Nutzen stiften Zukunft: auf Orts, Landes- und Bundesebene.

LTVP Martina Rüscher, MBA MSc
Landesleiterin der Vorarlberger Frauenbewegung

 

Themenschwerpunkte der Frauenbewegung auf Bundes- und Landesebene:

  • Gleiche Chancen für Frauen in Entscheidungsgremien, insbesondere in politischen Gremien auf allen Ebenen, u.a. durch ein Mentoringprogramm, direkte Ansprache von potenziellen Kandidatinnen, gute Begleitung von aktuellen Kandidatinnen und Mandatarinnen und bessere Rahmenbedingungen, insbesondere für die Vereinbarkeit von Politik mit Familie und Beruf
  • Arbeit & Einkommen: Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit, Bewusstseinsbildung über Folgen von langer geringer Teilzeitarbeit, mehr Frauen in Führungs- und Spitzenpositionen, Neubewertung der Arbeit,
  • Familien und Kinderbetreuung: Familien sollten Zeit für ihre Kinder haben und Unterstützung für ihr gewähltes Lebensmodell finden, z.B. durch Ausbau der Kinderbetreuung, schulische Nachmittags- und Ferienbetreuung, förderndes Karenzmanagement;
  • Bildung und Ausbildung: Kinder sind unsere Fachkräfte von morgen. Sie sollen früh ihre Begabungen und Interessen entdecken können und darin gefördert werden. Eltern haben eine wichtige Vorbildfunktion – auch sie brauchen Stärkung und Unterstützung;
  • Gesundheit und Pflege: Wir setzen uns ein für eine Stärkung der Prävention und Gesundheitsvorsorge und für nachhaltige Lösungen für Pflegebereich hinsichtlich Finanzierung (Stichwort Pflegeversicherung) und Personal (Stärkung der Ausbildungsmöglichkeiten und Imagearbeit, Pflegelehre, verbesserte Rahmenbedingungen für die Ausübung des Berufs, insbesondere in der Langzeitpflege)
  • Pension: Frauen sind fast doppelt so häufig von Altersarmut betroffen wie Männer. Maßnahmen gegen diese Entwicklung sind ein automatisches Pensionssplitting, die bessere Anrechnung von Kindererziehungszeiten, mehr Bewusstsein über die negativen Folgen von langer, geringer Teilzeitarbeit.
  • Gewaltschutz: Frauen müssen sich sicher fühlen können – wir brauchen
    mehr Schutz vor Gewalt gegen Frauen sowie bessere Aufklärung und mehr Präventionsmaßnahmen.

 

Statement Dr. Susanne Andexlinger, Spitzenkandidatin LTW im Bezirk Dornbirn

 

Die Menschen in Vorarlberg werden immer älter! Diese erfreulich steigende Lebenserwartung (Frauen 84,7 und Männer 79,1 Jahre) bringt aber auch neue Herausforderungen für die pflegerische und medizinische Versorgung.

Als Ärztin für Allgemeinmedizin ist es mir deshalb ein großes Anliegen, die gesundheitliche Versorgung langfristig und seriös sicher zu stellen.

Prinzipiell ist Gesundheit zu fördern besser, als Krankheit zu heilen. Der Grundstein für eine gute Gesundheit, wird bereits im Kindesalter gelegt. Am wirksamsten sind deshalb gesundheitsfördernde Maßnahmen, wenn sie möglichst früh beginnen. Themen wie Bewegung, Ernährung, psychische Ausgeglichenheit, … sollen deshalb bereits im Kindergarten- und Schulalter eine Rolle spielen. Im Erwachsenenalter können alle von Bewusstseinsbildung für gesunde Verhaltensweisen profitieren und dadurch eine bessere Lebensqualität erlangen.

Wer trotzdem erkrankt, soll in Vorarlberg auf ein dichtes und hochwertiges – aber auch menschliches! – Versorgungsnetz, zurückgreifen können. Durch eine an der Basis breite und stabile Versorgungspyramide soll die medizinische Versorgung so wohnortnah wie möglich und so spezialisiert wie notwendig erfolgen. Es ist besonders wichtig, dass wir ausreichend qualifiziertes und geeignetes Fachpersonal aller möglichen Gesundheitsberufe zur Verfügung haben. Mit einer Stärkung der Ausbildungs- und Fortbildungsmöglichkeiten, mit attraktiven Arbeitsplätzen, neuen Arbeitsmodellen, die auch für Frauen interessant sind, muss einem drohenden Mangel an Fachpersonal zuvorgekommen werden.

 


Statement LR. Dr. Barbara Schöbi-Fink, Spitzenkandidatin LTW im Bezirk Feldkirch

 

Kinder sind unsere Zukunft. Ich setze mich ein für ein chancengerechtes und leistungsfähiges Bildungssystem. Darin ist die Förderung der schwächeren Kinder genauso wichtig und wird genauso ernst genommen, wie das Fördern von leistungsstarken Kindern.

Dort wird vor allem in der Volksschule eine stabile Basis in den Grundkompetenzen geschaffen und viel Wert auf Sprachförderung gelegt. Da wird die hohe Qualität der dualen Ausbildung in Vorarlberg weiterentwickelt, kein individueller Bildungsweg darf eine Sackgasse sein.

Ich möchte weiterhin in Vorarlberg das Angebot an ganztägigen Schulformen ausweiten, die Schulen mit besonderen, sozialen Herausforderungen auch besonders unterstützen, eine Strategie für die Begabungs- und Begabtenförderung erarbeiten, den hohen Standard unserer Berufsschulen halten, die Pädagogische Hochschule als Lehrerausbildungsstätte und das lebenslange Lernen  vor allem in der Erwachsenenbildung stärken.

 

Statement LAbg. Dr. Monika Vonier, Spitzenkandidatin LTW im Bezirk Bludenz

 

Vorarlberg soll chancenreichster Lebensraum für unsere Kinder sein. Das ist auch eine starke Zielsetzung aus wirtschaftspolitischer Sicht. Daran und an den großen Zukunftsthemen für einen attraktiven Standort möchte ich gerne aktiv mitarbeiten. Vor diesem Hintergrund gilt es, auch weiterhin an einem qualitativen, ganzjährigen Angebot im Bereich der Kleinkindbetreuung sowie der Ferien- und SchülerInnenbetreuung zu arbeiten.

Das Erfolgsmodell der dualen Ausbildung gilt es im Sinne der Chancen für junge Menschen fortzuführen und weiter zu entwickeln. Eine große Verantwortung sehe ich auch darin, unsere Kinder auf die Herausforderungen der Zukunft optimal vorzubereiten. Es wird darum gehen, dass sie sich in der digitalen Welt zurechtfinden, gerade auch junge Mädchen für MINT-Themen zu begeistern.

Chancenreich heißt auch, dass wir gleiche Chancen in allen Teilen des Landes sicherstellen wollen, dass es auch in ländlich geprägten Regionen gleichwertige Bedingungen zum Leben und Arbeiten und nachhaltige Entwicklungsmöglichkeiten gibt. Und hier sehe ich u.a. auch in der Digitalisierung eine große Chance für ländliche Gebiete, die es zu erkennen und nutzen gilt. Arbeiten wird in Zukunft zeitlicher flexibler und v.a. ortsunabhängiger, das kann eine große Chance für ländliche Regionen sein, um für junge, gut ausgebildete Menschen, für junge Frauen attraktiv zu sein. Das kann auch ein spannender Aspekt beim Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie sein.

Vorarlberg ist ein Tourismusland. Eine zentrale Herausforderung in diesem für Vorarlberg so wichtigen Bereich liegt sicher im Fachkräftethema. Die wichtigsten Aufgaben sind hier die attraktive Gestaltung des Arbeitsplatzes und eine zeitgemäße, praxisnahe Ausbildung.

Persönlich besonders am Herzen liegt mir, dass wir bei den Themen wie gleiche Bezahlung, mehr Frauen in Führungspositionen... in den nächsten Jahren so weit vorankommen, dass all das, worüber wir heute reden, für meine Töchter und alle anderen Mädchen einmal völlig selbstverständlich sein wird.

 

Statement BR Mag. Martina Ess, Spitzenkandidatin NRW Landesliste

 

Es(s) geht weiter. Für mich und für uns alle. In meinem ersten Jahr im Bundesrat habe ich mich intensiv meinen Schwerpunktthemen in den Ausschüssen, aber auch im Parlament widmen können. Starke Frauen, zufriedene Familien, wertschätzende Bildung und gelebte Regionalität – alles Themenbereiche, die ich als Politikerin, als Mutter zweier Kinder und  in meiner Selbstständigkeit täglich erlebe und lebe.

In der Frauenbewegung ist es uns ein großes Anliegen, dass Frauen Entscheidungen selbstständig und frei treffen können. Unsere Gesellschaft braucht heute vor allem eines: die Teilhabe von Frau und Mann für eine erfolgreiche Gemeinschaft. Dies ist politische Aufgabe und unsere Pflicht. Geht es darum, Frauen und Familien zu stärken, dann braucht es  3 Akteure: die Politik, die Wirtschaft und jede und jeden Einzelnen von uns zu gleichen Teilen.

Innovative Kooperationen in den Regionen. Wir in der Politik haben die Aufgabe, Rahmenbedingungen zu schaffen. Eine Familie braucht in erster Linie eine verlässliche Betreuungsstruktur für die Kinder. Derzeit betreuen allzu oft Großeltern die Kinder, wenn Vater und Mutter arbeiten. Insbesondere im ländlichen Raum ist die Not um Kinderbetreuungseinrichtungen am größten. Kleingemeinden schaffen es kaum, diesen Bedarf zu decken. Wir müssen uns für neuartige Kooperationskonzepte zwischen den Gemeinden und innerhalb der Regios in Vorarlberg stark machen.

Familienorientierte Unternehmenskultur. Auch die Unternehmen müssen Anreize schaffen, wenn es darum geht, Beruf und Familie verträglich zu vereinbaren. Dazu gehören flexible Arbeitszeiten am Arbeitsplatz, aber auch entsprechende „Home Office“ Lösungen und attraktive Angebote für den Wiedereinstieg nach der Karenz. Hier sind insbesondere Führungskräfte gefordert, die Familienorientierung vorleben. Alles wesentliche Faktoren auf dem Weg hin zu einem Mehr an Familienfreundlichkeit innerhalb der Betriebe und letztlich einem Mehr an Motivation und Erfolg eines jeden Einzelnen. 

Eigenverantwortliche Lebensplanung. Familien sind heutzutage mehr denn je gefordert, vorausschauend zu überlegen, wie sie Familie und Erwerbsarbeit leben möchten. Die Zukunft wird in den seltensten Fällen so aussehen, dass beide Elternteile zu 100% arbeiten. Vielmehr wird das Thema Teilzeit für beide ein immer bedeutenderes Thema. Wird Doppelteilzeit in der Politik und Wirtschaft selbstverständlich, dann kann jede und jeder sein Potenzial in Unternehmen voll entfalten. In Ländern wie Dänemark arbeiten bereits 30% der Familien in Doppelteilzeit.

Und das wird dazu führen, dass Frauen wie Männer gleiche Chancen haben und Führungspositionen bei gleicher Bezahlung auch für Frauen selbstverständlich sind.

 

 

DATEN | FAKTEN | ZAHLEN zur Frauenbewegung

 

  • 22 der 34 Frauen sind auch Mitglieder der Frauenbewegung
  • über 3.500 Mitglieder im ganzen Land
  • über 200 Veranstaltungen im Jahr auf Orts- und Landesebene
  • 1 Landesgruppe und 29 Ortsgruppen:

 

 

Frauenbewegung Vorarlberg    Wir Frauen – Vorarlberger Volkspartei

 

Altach                                                  Frauenbewegung Altach

Andelsbuch und Bezau                         Bezegg Frauen

Bizau                                                   Frauenbund Bizau

Bludenz                                               VP Frauen Bludenz

Bregenz                                               GUTA Bregenz

Dalaas                                                 Frauenteam Dalaas-Wald

Dornbirn                                              Wir Frauen Dornbirn

Düns                                                    Frauenbund Düns

Feldkirch/Tisis                                      Frauenbewegung Tisis

Gaschurn + Partenen                            Wir Frauen in Gaschurn + Partenen

Götzis                                                  Wir Frauen Götzis

Hard                                                    GUTA Hard

Höchst                                                 Frauenbewegung Höchst

Hohenems                                           Wir Frauen Hohenems

Hohenweiler                                        Frauenbewegung Hohenweiler

Langen/Bregenz                                   Frauenbewegung Langen/Bregenz

Lauterach                                            GUTA Lauterach

Lochau                                                 Wir Lochauer Frauen

Lorüns                                                 Frauenbund Lorüns

Ludesch                                               Mir Fraua vo Ludesch

Lustenau                                              Wir Frauen Lustenau

Mäder                                                 Frauenbewegung Mäder

Müselbach                                           Frauenbund Müselbach

Raggal                                                 Frauenbewegung Raggal

Schlins                                                 Frauengruppe MOBILE

Schnifis                                                Schnifner Fraua

Sibratsgfäll                                           Frauenbewegung Jung & Aktiv

St.Anton im Montafon                          Frauenbewegung St.Anton/Montafon

St.Gallenkirch - Gortipohl                     Frauen aus St.Gallenkirch - Gortipohl

 


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